Workshops

Organisation, Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation(en) von Workshops im ZAM

Leitfaden für Workshops

Workshop Anmeldung | Systematik

Stand: 07.04.2022 | Katharina, Heike, Jochen u.a.

Wer ist der offizielle Veranstalter der Workshops? Workshopleiter*in oder das ZAM? > ZAM

Gibt es eine Versicherung, was ist versichert konkret? > Check, mit Julian, Maik

Wir haben Stand heute (6.4.2022 und bis der Treppenturm steht) die folgenden Flächen zur Verfügung:

- Fläche 1 EG Süd

- Fläche 2 EG West (Backstein)

Gibt es verschieden Typen von Workshops? Im Moment noch, (PCS / ZAM), später eigentlich nicht mehr.

Besseres Display im Eingangsbereich, als Ersatz für bestehendes Display > mit Julian

Eine Guideline für potenzielle Workshopanbieter und Anbieterinnen, in denen die "Regeln" geklärt sind. [Entwurf Jochen]

Ein Feedback-Formular "vom ZAM", das an die Teilnehmenden verteilt wird, und in dem wir etwas über die Qualität von einem Workshop erfahren und darüber, was wir besser machen könnten. [Entwurf Jochen]

 

Was wir im ZAM über den Workshop wissen müssen

A. ORGANISATORISCHER RAHMEN

- Datum, Uhrzeit

- Wie oft soll der Workshop stattfinden: einmaliges Ereignis oder Reihe?

- Platzbedarf: abgeschlossener Raum oder Teil der Fläche?

- Laut/Leise-Aktivität: Gibt es Emissionen (Schall, Abluft, mechanische Aktivitäten, Maschinenbenutzung, grelles Licht etc). ?

- Anzahl Teilnehmer (falls Teilnehmerzahl begrenzt) Kinder/Erwachsene

- Zugriff auf Infrastruktur (Werkstätten, bestimmte Maschinen, Stühle, Verdunklung, Beamer, Rechner/Monitore u.ä.) geplant und möglich?

- Gibt es eine Änderungs- und Absage- (worst case-) Prozedur?

- Datenschutz?

 

B. INHALT

- Zielgruppe (bspw. Kinder - Erwachsene - Senioren - Bestimmte Gruppe - Alle)

- Was soll vermittelt werden? Gibt es Kollisionen mit Vereinszielen? > eine klare Formulierung zu Dingen, die nicht passieren sollen (Rassismus, Scientology, Extremismus, Gewalt, ...) und was passieren soll (beispielsweise Verpflichtung zu Fotodokumentation für Instagram/Facebook). Bei offizieller Bezahlung der Kursleiter: Verpflichtung zu kurzen Text für Webseite?

- Womit hat sich die Kursleitung qualifiziert? Gibt es ausreichend Personal, Material, Plätze?

- Wird ein Feedback der Teilnehmer:innen zu Inhalten und Ablauf des Workshops gesammelt? (u.a. wie wurdest du aufmerksam?) Können wir es einsehen?

- Wird das vermittelte Know how im Wiki abgelegt?

- Bekommen wir Fotos oder eine Dokumentation? - Verpflichtung dazu?

 

C. KOSTEN

Stand der Überlegungen zu den Kosten von Workshops: Generell wollen wir eine niedrige Schwelle, und hohe Gebühren sind Schwellen. Doch es gibt gute Gründe, Workshops nicht generell gratis anzubieten.

Erstens: Es fallen oft Materialkosten an, und im Sinne einer Verantwortung für Ressourcen sollen die Teilnehmenden zumindest an den Materialkosten beteiligt werden, um ein Bewusstsein für den Wert von Ressourcen und Materialien entwickeln zu können.

Zweitens: "Kostet nichts" signalisiert oft "ist wenig wert". Wenn in Workshops langwierig erworbenes Spezialwissen vermittelt wird, sind vergleichsübliche Teilnahmegebühren durchaus gerechtfertigt. Wenn Grundlagen vermittelt werden, soll Know how aber auch ohne Berechnung fliessen. Das heißt nicht, dass die Anbieter von Grundlagenworkshops immer leer ausgehen müssen. Ihre Vermittlungsarbeit ist sehr wertvoll, und ihr Honorar kann vom ZAM übernommen werden. Idealerweise gelingt es, diese Auslagen im Rahmen von Qualifizierungs- und Förderprogrammen wieder hereinzuholen.

Im Fall von externen Anbietern, die nicht ausdrücklich vom ZAM eingeladen sind, sondern die selbst mit Workshopanfragen für kostenpflichtige Workshops kommen, könnte ein Anteil des eingenommenen Honorars zurück an den Verein bzw das ZAM fließen. Dies vor dem Hintergrund, dass wir nicht Veranstaltungsplattform für Dritte sind.

Spenden an das ZAM bei Workshops sind nur möglich, wenn sie ausdrücklich zweckungebunden getätigt werden

Eine Bezahlung kann durch ein Anstellungsverhältnis oder gegen Rechnung (inklusive oder exklusive Umsatzsteuer) erfolgen. Nichtmitglieder können zudem auch mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden

 

- Soll der Workshop kostenfrei sein, sollen Materialkosten von den Teilnehmern übernommen werden, oder ist der Workshop kostenpflichtig?

- Wenn kostenpflichtig, wie setzen sich die Workshopkosten zusammen? Materialkostenbeitrag, Honorare für Kursleitung?

- Wo bezahlen Teilnehmer? (langfristig über Webseite lösen)

- Kursleiter sammelt Materialgeld ein das er ausgelegt hat (+ Bezahlung für ihn)

- Kursleiter stellt Rechnung

 

 

Was die Besucher über den Workshop wissen müssen

 

- Um was geht es, was wird gemacht und was nimmt man mit - Beschreibung zum späteren Veröffentlichen

- Datum, Uhrzeit

- Wie oft: einmaliges Ereignis oder Veranstaltungsreihe?:

 

+ Workshop

+ Kurs (aufeinander aufbauend)

+ Treff (nicht aufeinander aufbauen)

+ geschlossene interne+externe Veranstaltungen

 

- Anzahl Teilnehmer (falls begrenzt)

- Kinder/Erwachsene

- Muss man etwas mitbringen? (eigene Sicherheitsausrüstung, Haargummi/Haarnetz, Notizbuch usw.)

- Vorkenntnisse erforderlich? Welche?

- Kostet der Workshop etwas? Ggfalls, für was wird bezahlt?

- Mit Anmeldung/Ohne Anmeldung?

- wiederkehrende Termine als solche ausdrücklich bezeichnen (“jeden dritten Montag im Monat”)

- Ansprechpartner / Leitung des Workshops, mit Kontaktangabe (Email, evtl. Telefon)

- Wie erfahre ich von Änderungen oder Terminverschiebungen oder Absagen?

 

Gestaltung und Werbung

Sagen, DASS wir nun erste Workshops anbieten "Jetzt starten Workshops:"

Flyer, der immer wieder schnell (tagesaktuell) zu aktualisieren ist, und der die jeweils aktuellen Workshops nennt.

Turnusgemäß. Welcher Turnus? Einmal monatlich... oder besser wöchentlich?

Plakat mit Nennung der Workshops. Stichtag?

Newsletter: Katharina wird jeweils informieren...

1x im Monat an die Lokalzeitung, im Idealfall mit ZAM-Überschrift

Instagram

Facebook?

Zoom:in - mit Bezahlfunktion? (10€/Monat)

Anmeldung: auf der bestehenden Webseite möglich, einzurichten [Jochen]

 

Zugang ZAM/Raumvorbereitung

- Kursleitende müssen Zugang zum ZAM haben und den Raum vorbereiten können.

- Wer gibt Zugang? Wer kontrolliert dass alles sauber hinterlassen/zugesperrt wird?

- Unterstützung durch Mitglieder (?) bei Bestuhlung/Beamer/Verdunklung/Technik/usw

- Kursleitende müssen Einführung in die örtlichen Begebenheiten bekommen (Fluchtwege/Sanitär) und die Informationen auch weitergeben

 

 

Nice to have / Zukunftsmusik (neue Webseite…)

 



Wie werden Workshops angekündigt, und wie registriert man sich dafür?

 

 

 

Im Vorfeld:

- Erklärung unterschreiben lassen über Hausregeln + Workshopregeln  (einhergehende Verpflichtungen)

- Rahmenbedingungen des Workshops sammeln (siehe oben)

- Plakate entwerfen/drucken

- Veröffentlichung des Workshops über Social Media (insta, fb), Kalender auf Webseite, Newsletter, Zeitung, Zoom:in, Schaufenster, Digitale Tafel

- Anmeldung über Webseite

 

Am Tag des Workshops:

- evtl. Roll-Up aufstellen

- Führung durch das ZAM für Fluchtwege, Sanitär: Wer?

- Vorbereitung der Räume (Bestuhlung, Technik, Maschinen): Wer?

- Geld einsammeln lassen (Kursleiter)

- Feedback-Bogen ausfüllen lassen (Erwartungen erfüllt, Ankündigung kongruent mit tatsächlichem Inhalt, Wie wurdest du aufmerksam auf den Kurs? offen gehaltene Fragen. was war besonders gut?)

- Kursleiter: Raum auf vorher-Zustand zurück setzen. (inklusive Verwendete Maschinen auf Null zurück setzen, Werkzeug aufräumen)

- Raumkontrolle, Inventar noch vorhanden, abschließen: Wer?

 

Danach:

- Kursleiter bezahlen

- Feedback-Bogen (u.a. wie wurdest du aufmerksam?) auswerten

- Dokumentation: Bilder/Texte von Kursleiter einfordern bzw. im Wiki eintragen lassen

- Veröffentlichung über Social Media/Webseite Verein + Soziale Medien/Kanäle Kursleiter

 

 

 

 

Modellbauaktion - Wie sieht ein ZAM für ALLE aus?

Erste Station: Sonntag 30. Oktober. Modellbau und PERSONA-Konstruktion für die drei Szenarien ANKOMMEN, MACHEN und VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN. Dazu auch: https://docs.google.com/document/d/1LcsbawaDHZqXfgmQP91oIZB6Otu-w8Qh19BRIS7qLw4/edit

Modellbauaktion - Wie sieht ein ZAM für ALLE aus?

Erklärung, Ablauf, Organisation

Am Sonntag, 30. Oktober 2022 trafen wir uns um 12.30 h im ZAM zum Modellbau.

Wir wollten gemeinsam wild denken und Modelle davon entwickeln,


Unser Ziel: Mit Schwung, Fantasie und vielleicht auch einer Prise Humor in die nähere Zukunft schauen, ein ZAM beschreiben für (möglichst) alle, in dem Machen und Austauschen, Chillen und Ranklotzen, Spielen, Kreativität und wissenschaftliche Präzision sich finden können.


Schritt 1: 

Wir stellen uns ziemlich konkret unsere Nutzerinnen und Nutzer vor, mit deren Namen, Vorlieben und Tagesabläufen.

Dann beschreiben wir ihre Wege zum ZAM und im ZAM (siehe auch die Links zu Personas und Visitor Journey unten). 

Wir überlegen dabei, welche Angebote und Bereiche es jeweils für einen geglückten Besuch braucht, und wie diese Bereiche am besten angeordnet sind.


Schritt 2

Dann gehts in Schritt 2 an den echten Modellbau (quasi ans Denken mit den Händen): Auf vorbereiteten Pappe-Ebenen, die das ZAM darstellen, bauen wir mit bereitgestellten Materialien (Pappe, LEGO, Zahnstochern, Filz, LED, Trinkhalmen, Sand, usw. …) all das, was wir uns zuvor überlegt und auf Post-it festgehalten haben, räumlich nach. Nicht maßstäblich, eher quick & dirty, und dabei übersetzen wir unsere Idee(n) in kleine Bühnenaufbauten für Spielfiguren. So, dass die uns wichtigen Dinge sinnbildlich auftauchen.


Schritt 3

In Schritt 3 stellen wir uns gegenseitig unsere Ergebnisse vor. Dabei folgen wir unseren prototypischen Nutzern durch das ZAM und kommen so an allen Highlights und Knackpunkten der “Modelle” vorbei.


Aufteilung der Gruppen

Ideal beteiligen sich zwischen 9 und 12 Personen. Die Arbeit findet in kleinen Gruppen statt, 3-4 Personen pro Gruppe, wobei die Gruppen sich mit leicht unterschiedlichen Schwerpunkten beschäftigen können.

Am Tag der Aktion haben wir uns entschlossen uns in 3 Gruppen mit folgenden Themen aufzuteilen:

  1. Ankommen - Wie werden Menschen empfangen und aufgenommen, die das ZAM noch nicht kennen oder noch nicht nutzen.
  2. Makers - Wie nutzen die Macher:innen das ZAM, also Menschen die schon Teil des Vereins sind.
  3. Organizers - Was brauchen die Menschen, die sich um den Betrieb und die Abläufe im ZAM kümmern.

Zeitplan:


12.30 h:  Treffpunkt im ZAM (wahrscheinlich im Südhaus Workshopbereich)

12.45 bis 14 h: Schritt 1 (Personen und ihre Verbindung mit dem ZAM)

14.30 bis 16.30 h: Schritt 2 (Umsetzung in ein Modell)

16.45 bis 18.30 h: Schritt 3 (Präsentationen)



Modellbauaktion - Wie sieht ein ZAM für ALLE aus?

Ankommen

Wie sieht ein ZAM aus für diejenigen, die zum erstenmal vorbeikommen?

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Oben: Modell "ANKOMMEN"


Persona 1

1. Name, Alter





Josef, 71

2. Familienstand, Kinder, Beschäftigung / Beruf




verwitwet, Kinder

Siemens Rentner, schlecht zu Fuß


3. Leidenschaft für … (Beruf, Hobby, Freizeit, …)




- spezielle Fertigungstechnik

- Wissen weitergeben, teilen

4. Probleme





fehlende Angebote

5. Darunter liegende Grundbedürfnisse





- soziale Kontakte

- geistig fit bleiben

- Erfahrungen weitergeben, dem Leben einen Sinn geben

6. Unsere Problemlösung






Personen finden, die "matchen"

barrierefreie Metallwerkstatt?


Persona 2

1. Name, Alter





Andreas, 22

etwas schüchtern

2. Familienstand, Kinder, Beschäftigung / Beruf




ledig

Student


3. Leidenschaft für … (Beruf, Hobby, Freizeit, …)




Fahrrad fahren

gemeinsam was tun

4. Probleme





zu wenige analoge Bekannte

nach Ansprache... was dann?

Kneippen-Assoziation möglich

5. Darunter liegende Grundbedürfnisse





Kommunikation

Leute treffen

Nicht alleine dasitzen, nicht als alleine wahrgenommen werden

6. Unsere Problemlösung






Infopunkt


Persona 3

1. Name, Alter





Sophie, 16

2. Familienstand, Kinder, Beschäftigung / Beruf




ledig

kommt immer mit Freundinnen


3. Leidenschaft für … (Beruf, Hobby, Freizeit, …)




coole T-Shirts

Holz bauen

4. Probleme





zu wenige analoge Jugendliche

keine Chill Zone

zu viel in digitaler Welt unterwegs

5. Darunter liegende Grundbedürfnisse





mit Freundinnen etwas erleben, Spaß haben

Cooler Ort

Langeweile

Selbstwirksamkeit

Mitmachen

Wiederentdecken der analogen Welt

6. Unsere Problemlösung






Infopunkt

bedürfnisorientiertes Matching

Infotafel


Modell und Prozess