Myzel: Vom Labor zur Kunst

Kunst im Dialog mit dem Boden 🍄🧪🎨

Ich lade euch herzlich ein, mich auf meiner künstlerischen Reise mit einem außergewöhnlichen Material zu begleiten: Myzel, dem feinen Wurzelgeflecht der Pilze. 🍃 Es ist lebendig, vergänglich – und zutiefst ökologisch. 🌱 Nachhaltigkeit wird in meiner künstlerischen Praxis immer wichtiger, und Myzel bietet eine faszinierende Grundlage, um neue Wege des Gestaltens zu erkunden. Zwischen Labor 🔬 und Atelier 🖌️ entsteht ein offener Prozess, in dem nicht nur die Form, sondern auch die Umweltverträglichkeit der Werke im Fokus steht. Dem Zufall wird bewusst Raum gegeben – denn das Myzel folgt seinen eigenen Regeln, wächst, reagiert, verändert sich. 🌍✨

Gemeinsam mit dem Team der ZAM-Biowerkstatt (Fungarium & Meisterpilze) wage ich diesen Schritt ins Unbekannte. Meine Hoffnung: Durch Kunst Aufmerksamkeit schaffen – für das Potenzial biologischer Materialien und für unseren Umgang mit der Umwelt. 💡♻️

ÜBER MICH | Maria del Pilar

Ich bin eine interdisziplinäre Künstlerin mit Wurzeln in afrikanischen, europäischen und indigenen Kulturen 🌍. In meiner Arbeit erforsche ich Themen wie Identität, Herkunft und kulturelle Vielfalt – sowie die oft verborgenen Verbindungen zwischen uns Menschen 🤝. Neben Collage, Assemblage und Mixed Media 🎨 arbeite ich zunehmend mit ökologischen Materialien wie Myzel 🍄 – einem lebendigen Geflecht, das für mich Symbol und Medium zugleich ist. 🌱
Maria del Pilar

Myzel-Bildträger für den Gelli-Druck

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Motivation / Grundidee

Interaktive Performance mit Myzel-Bildträgern.

Für eine interaktive Performance benötige ich einen Bildträger, der eng mit der Natur verbunden, biologisch abbaubar und umweltfreundlich ist. Das Material soll das Thema der Performance gut transportieren. Bei meiner Suche bin ich im Gespräch mit dem Team des ZAM-Biolabs (fungarium) auf Myzel gestoßen.

 

Myzel ist das unterirdische Geflecht von Pilzen, das ähnlich wie Wurzeln Nährstoffe aufnimmt. Es wächst schnell, ist biologisch abbaubar und findet zunehmend Anwendung in Kunst und Design aufgrund seiner Nachhaltigkeit. In unseren Gesprächen zeigte sich, dass Myzel ideal für meine Kunst sein könnte. Aus diesem Grund arbeiten fungarium und ich nun gemeinsam an der Entwicklung dieses Materials als Bildträger für meine Performance und Druckaktion.

Platzbedarf

Für die Lagerung der Formen, Einmachgläser und des zusammengestellten Substrates wird Platz benötigt. fungarium stellt diesen Platz zur Verfügung (z.B. Regal im Labor).

Ab wann / wie lange

Das Projekt beginnt im Juni 2024 und endet mit der Präsentation der interaktiven Performance am 12. Oktober 2024 während des  Festivals Frei Bordsteinkante in Erlangen. Die Performance und Druckaktion wird im Kreativlabor Erlangen stattfinden.

Kontakt

Künstlerin: Maria del Pilar
Web: www.mariadelpilar.art
Instagram: @mariadelpilar_art

Kontakt

fungarium
Rubén Casillas-Pacheco
Web: www.fungarium.de
Instagram: @the_fungarium


Über meine Kunst
Maria del Pilar – Collage & Assemblage

Meine Kunst bietet einen neuen Blick auf die Welt und die Menschen.
Themen wie Herkunft, Identität und Vielfalt stehen im Mittelpunkt meiner Arbeiten, aber auch die Auseinandersetzung und

Interaktion mit der Umwelt und unserem Planeten gewinnt in meiner Kunst immer mehr an Bedeutung. Ich verwende verschiedene Materialien, die in meinen Arbeiten transformiert und neu interpretiert werden. Mehr über meine Kunst erfahrt ihr hier.


Projekt-Metadaten

Benötigte Ausstattung

Für die Herstellung des Myzelsträgers brauchen wir:

Für die Gussformen benötigen wir eventuell einen Lasercutter und eine Kreissäge. Hierbei hilft die Prototypen- und Holzwerkstatt des ZAMs. 

Das Material wird an meine Bedürfnisse angepasst, wobei mich das fungarium mit seinem Fachwissen unterstützt. Die für den Herstellungsprozess notwendigen Arbeitsschritte führe ich so weit wie möglich selbst durch, wobei ich bei jedem Schritt vom Team des fungarium unterstützt werde.

Anforderungen

Auf die Myzelbildträger sollen Symbole gedruckt werden, die an Felsbilder erinnern. Dazu verwende ich die Gelli-Drucktechnik. Die Oberfläche muss leicht porös, aber glatt genug sein, um einen sauberen Druck zu ermöglichen. Das Material muss die Farbe gut aufnehmen. Die Farbe des Myzelträgers sollte an Kalkstein erinnern. Während dies leicht zu erreichen ist, stellt die richtige Konsistenz des Materials für den Druck eine größere Herausforderung dar.

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt in folgenden Schritten:

  1.     Vorbereitung des Substrats (Hanf und Heu)
  2.     Abwiegen und Zerkleinern mit der Schreddermaschine
  3.     Einweichen des Substrats in Wasser
  4.     Sieben und Entfernen des überschüssigen Wassers
  5.     Füllen des Substrats in 3000ml Einmachgläser  zur Sterilisation
  6.     Sterilisation im Sterilisator (20 psi /1,3 Bar für ca. 180 Minuten)
  7.     Vermischen des sterilen Substrats mit Myzel
    • Dieser Schritt muss in einer sterilen Umgebung durchgeführt werden, um eine Kontamination mit Keimen zu vermeiden. Handschuhe und Mundschutz sind obligatorisch.
  8. Lagerung im Gewächshaus (Growbox) bei der richtigen Temperatur (18-23 Grad), um das Myzel wachsen zu lassen (3-4 Tage Ruhephase)
    • Erstellung der Gussformen
      Für die Herstellung der Schablone benötige ich eine 1 cm dicke Pressholzplatte im Format 45 cm x 25 cm, passend zum Flächenformat des Vakuumformers. Für die kleinen Quadrate benötige ich eine 1,5 cm dicke Siebdruckholzplatte, ebenfalls im Format 45 cm x 25 cm. Aus dieser Platte lasse ich mir in der Holzwerkstatt des ZAMS mit der Kreissäge die benötigten Quadrate von 5 cm x 5 cm zuschneiden. Aus diesen Teilen baue ich die Schablone für die Gussform meiner Myzelträger. Mit Hilfe des Vakuumformers werden mehrere Formen vorbereitet, in die dann die Myzelmasse entsprechend eingefüllt wird.
  9. Füllen der Formen mit Myzelmasse. In diesem Schritt wird der Masse Mehl zugesetzt. Es dient als Nährstoff für das Myzel und fördert ein schnelles Wachstum.
  10. Weitere Lagerung im Gewächshaus, damit das Myzel in den Formen weiter wächst (3-4 Tage)
  11. Entnahme der Myzel-Bildträger aus den Formen
  12. Ruhezeit von 2-3 Tagen zur Farbregulierung. Lässt man das Myzel noch ein paar Tage weiter wachsen, so werden die Bildträger weißer.
  13. Trocknen der Myzel-Bildträger im Trockenschrank bei 80 Grad für 10 Stunden 

Nach diesen Schritten sind die Myzel-Bildträger fertig und bereit für die künstlerische Gestaltung.

Logbuch / Schritte

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Projektabschluss

Interaktive Performance "Baum der Begegnung"

12.10.2024 | Kunstfestival "Freibordsteinkante"
Ort / Station: Kreativlabor Erlangen

Im Zentrum der Performance „Baum der Begegnung“ stehen kleine Bildträger aus Myzel – einem nachhaltigen Material, das vom Erlanger Start-up fungarium entwickelt wurde. Verziert mit Symbolen der Tainos, Uhreinwohner der karibischen Inseln, laden sie zum kulturellen Austausch ein: Besucher*innen dürfen eine der „Früchte“ pflücken und im Gegenzug etwas Persönliches hinterlassen. Alternativ können sie gemeinsam mit der Künstlerin Maria del Pilar einen Gelli-Druck gestalten und ein Stück nachhaltiger Kunst mit nach Hause nehmen.

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Pressemitteilung:
Kunst, Kultur & Nachhaltigkeit im Erlanger Kreativlabor

Pressefeedback / Clipping:

Erlanger Nachrichten (EN)
15. Oktober 2024
Festival Frei Bordsteinkante in Erlangen

"Beim Festival rund um die Fußgängerzone und den Martin-Luther-Platz war für alle etwas dabei – von französischen Liebesliedern bis hin zu kreativem Kunstdruck. Künstlerin Maria del Pilar begeisterte als „Baumhüterin“ mit ihrer interaktiven Performance und lud Besucher*innen dazu ein, Kunst spielerisch zu erleben."

Beiträge auf Instagram:

mdp_inst_scw.gif mariadelpilar_art : Highlights - EcoArt

Next Steps

Myzel als künstlerisches Medium und Material hat meine Neugier geweckt... WEITER LESEN

Kunstinstallation "Myzel for One"

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Motivation / Grundidee

Erstellung und Gestaltung von Objekten mit Myzel.

Im Rahmen der Eröffnungsausstellung des ZAM möchte ich mit einer kleinen Kunstinstallation auf meine künstlerische Arbeit mit Pilzen und Myzel aufmerksam machen – entstanden in Zusammenarbeit mit dem Team der Biowerkstatt, fungarium und Meisterpilze. Dank ihrer Unterstützung kann ich Pilze und Myzel als künstlerisches Material erforschen und gestalterisch einsetzen.

 

Die Inspiration für dieses Projekt liefert der berühmte Sketch „Dinner for One“ von Lauri Wylie. Die Installation besteht aus einem gedeckten Tisch für eine Person. Gläser und Flasche sind aus herkömmlichem Glas, aber teilweise mit Myzel überwachsen – eine ästhetische Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Natur und Kultur.

 

Platz- und Materialbedarf

Das fungarium stellt Laborzugang, Arbeitsflächen sowie das benötigte Material für die Gestaltung der Objekte zur Verfügung. Meisterpilze unterstützt bei der Auswahl geeigneter Pilzarten für künstlerische Zwecke und hilft bei deren Vorbereitung.

 

Zusätzlich benötigt werden:

  •     Eine Arbeitsfläche zur Aufbereitung der Requisiten (Gläser, Flaschen)
  •     Ein Trockenschrank zum Trocknen der mit Myzel überzogenen Objekte (70 °C für ca. 10 Stunden)

Das fungarium stellt sowohl die Arbeitsfläche als auch die technischen Geräte bereit.
Meisterpilze liefert verschiedene getrocknete Pilze sowie gegebenenfalls bereits vorhandene Myzelobjekte.

Ab wann / wie lange

Das Projekt startet im Mai 2025 und endet mit der Präsentation der Installation zur Eröffnungsausstellung des ZAM unter dem Thema „Machen in Erlangen“.

 

  •     Eröffnungsfest: 30.05.–01.06.2025
  •     Ausstellungsdauer: Drei Monate

Künstlerin: 

Maria del Pilar
Web: www.mariadelpilar.art
Instagram: @mariadelpilar_art

Biowerkstatt: fungarium
Rubén Casillas-Pacheco
Web: www.fungarium.de
Instagram: @the_fungarium

Biowerkstatt: Meisterpilze

Luis Veloso

Web: www.meisterpilze.de

Instagram: @meisterpilze

Über meine Kunst
Maria del Pilar – Collage & Assemblage
Meine Kunst bietet einen neuen Blick auf die Welt und die Menschen.
Themen wie Herkunft, Identität und Vielfalt stehen im Mittelpunkt meiner Arbeiten, aber auch die Auseinandersetzung und
Interaktion mit der Umwelt und unserem Planeten gewinnt in meiner Kunst immer mehr an Bedeutung. Ich verwende verschiedene Materialien, die in meinen Arbeiten transformiert und neu interpretiert werden. Mehr über meine Kunst erfahrt ihr hier.

Projekt-Metadaten

Benötigte Ausstattung

Für die Herstellung der Objekte und Requisiten für die Installation brauche ich:

Dauer

1 - 2 Wochen

Logbuch / Schritte

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Die Herstellung der Requisiten wurde durch bereits vorhandene Materialien vereinfacht und beschleunigt.
Auf der Projektseite „Myzel-Bildträger für den Gelli-Druck” erfahrt ihr mehr über die Herstellung des Substrats aus natürlichen Materialien.

Die Kunstobjekte und Requisiten

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In diesem Kunstprojekt werden ausgediente Alltagsgegenstände wie Gläser, Flaschen und Geschirr in Kombination mit Myzel in einzigartige, lebendige Kunstobjekte verwandelt. Die Glasobjekte wurden mit einer speziell hergestellten Myzelmasse überzogen und anschließend sieben Tage lang unter optimalen Bedingungen in einem Gewächshaus gelagert. In dieser Zeit konnte das Myzel mit den Oberflächen verwachsen und organische Strukturen ausbilden. Die Idee, mit Myzel zu arbeiten, ist nicht neu – innovativ ist jedoch der Einsatz von regionalen, recycelten Materialien aus Erlangen (Bayern) zur Herstellung der Myzelmasse. So verbindet das Projekt künstlerisches Experimentieren mit Nachhaltigkeit und lokalem Ressourcenkreislauf

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Nach der Wachstumsphase wurden die Objekte bei 70 °C im Ofen getrocknet. Das Ergebnis ist eine stabile, optisch markante Verbindung zwischen Pilzmaterial und Glas – mit einer Textur, die an natürliche Verwitterung oder geologische Formen erinnert.

 Ergänzt wird die Installation durch reine Myzelobjekte sowie den gezielten Einsatz des Reishi-Pilzes (Ganoderma lucidum). Dieser eignet sich aufgrund seiner festen, holzartigen Struktur besonders gut für künstlerische Anwendungen. In der Installation wird er sowohl als „Hauptgericht“ als auch als Dekorelement verwendet.

Die benötigten Pilze stammen von Meisterpilze, die sie in sogenannten Growbags kultivieren – Filterbeuteln, gefüllt mit einer Mischung aus Holzspänen, Weizenkleie und Wasser. Besucher*innen können das Team von Meisterpilze jeden Samstag auf dem Erlanger Wochenmarkt (9:00–14:00 Uhr) antreffen. Weitere Informationen hier.

Projektabschluss

ZAM Eröffnungsausstellung

01.06.2025 | ZAM
Ort / Station: ZAM Erlangen
Dauer: 3 Monate

Beiträge auf Instagram:

mdp_inst_scw.gif mariadelpilar_art : Highlights - EcoArt

Pressefeedback / Clipping:

fungarium: Wie wir mit Pilzen schädlichen Verpackungsmüll vermeiden können
Meisterpilze: Pilze aus Erlanger Labor
Maria del Pilar: Kunst, Kultur & Nachhaltigkeit im Erlanger Kreativlabor

Next Steps

Myzel als künstlerisches Medium und Material hat meine Neugier geweckt... WEITER LESEN

Weitere Projekte

Lichtinstallation - Spektrum der Herkunft