Druckwerkstatt: Siebdruck
Siebdruck
...
Motivation
In der ZAM-Druckwerkstatt suchen wir nach Möglichkeiten, diese wunderbare Technik für alle, Große und Kleine,
Welche Materialien und Werkzeuge werden für den Start verwendet:
Ansprechpartner:in
Logbuch / Schritte
Vorbereitung Motiv:
Zur
Wir starten mit der Vorlagenerstellung des Siebdruckfilms (Schablone)
dazu wird eine Grafik benötigt, die als Vorlage für den Druck dient
Grundsätzlich:
Es kommt entweder Farbe durch das Sieb (dort wo keine Emulsion ist) oder es kommt keine Farbe durch (dort wo Emulsion auf dem Sieb ist)
Die Emulsion wird durch einen Siebdruckfilm (mit UV-Licht) belichtet, dort wo UV-Licht hinkommt härtet sie aus und ist wasserresistent. Dort wo kein UV-Licht hinkommt kann sie mit Wasser ausgewaschen werden.
Alles was in der Siebdruckfilm Schwarz ist wird beim Belichten nicht mit belichtet, d.h. die Emulusion wird nicht fest und ausgewaschen, die gewünschte Druckfarbe kommt durch das Sieb.
Wichtig: Farbabstufungen und Farbverläufe sind nur per Druckrasterung möglich (siehe Wikipedia: Druckraster)
Als erster Druck sind daher einfarbige Motive zu empfehlen, als nächster Schritt können eintönige Farbverläufe und "Graustufen"
Invertierung der Farben
Wenn mit dunkler Farbe auf hellen Stoffen gedruckt wird, so kann das Motiv "normal" belassen werden
Wenn mit heller Farbe auf dunklen Stoffen gedruckt wird, so muss das Motiv invertiert werden
Vorbereitung Siebdruckfilm
Das Ziel ist eine möglichst dichte Schwarzabdeckung zu erreichen.
Das ZAM empfiehlt:
unseren Tintenstrahldrucker Epson EcoTank ET-8550 (bitte keine Toner-Drucker verwenden)
dieser kann von Vorne und von Hinten beladen werden.
für die Siebdruckfilme empfiehlt sich die Beladung von hinten, somit werden die Folien nicht geknickt. Die zu bedruckende Seite
zeigt nach oben
Besonderheit beim Epson EcoTank ET-8550. Dieser verfügt über zwei verschiedene Schwarztöne (der Drucker ist für Fotodruck optimiert). Bitte wähle folgende Einstellungen am Drucker und im Druckertreiber:
Medium: Ultra Glossy Fotopapier
Qualität: hoch
Dies führt zum dichtesten Schwarzauftrag. Eine Testreihe mit verschiedenen Drucker/Treibereinstellungen kann in der Druckwerkstatt
eingesehen werden
beschichteter Siebdruckfilm
der Siebdruckfilm ist ähnlich wie transparente Overheadfolie, mit einer extra beschichteten Seite zum Bedrucken
es gibt eine glatte und eine raue Seite (diese wird bedruckt). Man erkennt die raue Seite leider schlecht: Man kann mit einem feuchten Finger die Seiten an einer ungenutzten Stelle testen. Die raue Seite wird dann klebrig.
Vorbereitung von Rastermotiven
Wichtig: Alle Einstellungen sind von mehreren Faktoren abhängig:
Wie dickflüssig ist die Farbe? (helle/dunkle Farbe, wird im Sommer/Winter gedruckt, etc.)
Wie fein ist mein Motiv? (Grundsatz: je mehr Details, desto feiner die benötigte Rasterung)
Wie fein ist mein Sieb? (Grundsatz: je feiner die Rasterung, desto feiner das Sieb, d.h. weniger Farbauftrag)
Kurzanleitung für Photoshop
Vorab: Bild so bearbeiten, dass der Kontrast in Graustufen möglich hoch ist, z.B. mit folgenden Einstellungsebenen:
Schwarz & Weiß
Invertieren (bei Bedarf - siehe oben)
Umwandlung für den Rasterdruck
Bild -> Modus -> Graustufen
Bei Nachfrage: "Ebenen zusammenfügen"
Bild > Modus > Bitmap
Auflösung: 300dpi
Methode: Halbtonraster
im folgenden Dialog:
Rasterweite (siehe unten)
Winkel: 22.5 Grad
Form: Ellipse
Hinweise: Je nach Auswahl ergeben sich verschiedene Effekte die auch künstlerisch genutzt werden können. Eine gröbere Rasterweite als die Empfehlung ist immer möglich, bei feinerer Rasterweite können Details verloren gehen. Verschiedene Formen einfach mal durchprobieren.
Siebdruckgewebe
(je größer die Zahl desto feiner)
Rasterweite
43T
24 LINIEN/ZOLL (LPI)
55T
30 LINIEN/ZOLL (LPI)
61T
35 LINIEN/ZOLL (LPI)
72T
41 LINIEN/ZOLL (LPI)
80T
44 LINIEN/ZOLL (LPI)
im Zweifel lieber eine Stufe gröber wählen (kleinere Zahl bei Rasterweite)
Hilfreiche Links:
Siebdruck-Versand.de: Foto-Halbtonraster
Vorbereitung Sieb:
Ein Motiv wird auf eine Schablone (Sieb) übertragen. Das Sieb wird mit Emulsion beschichtet und belichtet.
Beschichten, Belichten, Auswaschen
ToDo: Ergänzen
Vorbereitung Druck:
Motiv ausrichten: Der Rahmen mit dem Motiv wird positioniert und ausgerichtet.
Siebausrichten, Abkleben, Rahmenabstand
ToDo: Ergänzen
Motiv Drucken:
Die Druckfarbe mit einem Rakel gleichmäßig über das Motiv ziehen.
Farbauftrag, Rakelandruck, Druckprozessablauf
ToDo: Ergänzen
Nachbehandlung:
Die Farbe muss trocknen und anschließend heiß fixiert werden. Jede Farbe hat spezielle Anforderungen an die Trocknung / Fixierung
Für wasserbasierte Farbe gilt:
Vortrocknung: Idealerweise mit indirekte Hitze. Bei uns im ZAM: Mit dem Heißluftfön (Fön auf 180 Grad einstellen, Farbe sollte selbst nicht über 160 Grad heiß werden) mit kreisender Bewegungen das Motiv trocknen (nicht zu lange auf einer Stelle bleiben) bis sich die Farbe trocken anfühlt, d.h. bei Berührung keine Rückstände mehr bleiben (z.B. Test mit kleinem Finger). Dieser Schritt dauert von 30 Sekunden mit mehreren Minuten, je nachdem wie dick der Farbauftrag ist. Es kann man dem Schritt Dampf aus der Farbe austreten, muss aber nicht.
Fixierung: Idealerweise wird mit indirekter Hitze (z.B. im Heißluft-Durchlauftrockner). Bei uns im ZAM nutzen wir die Transferpresse. (Einstellung bei 160 Grad). Wir pressen solange bei 10s vor, bis keine großen Mengen Dampf mehr aufsteigen (das bedeutet, dass fast alles Wasser in der Farbe verdampft ist). Je nach Farbauftrag kann das Vorpressen mehrmals wiederholt werden. Final fixieren wir mit 40 Sekunden. Wichtig: Nicht alle Stoffe vertragen die Temperatur von 160 Grad. Reine Baumwolle funktioniert. Synthetikstoffe sollten einzeln vorher getestet werden,
Nachbereitung Sieb:
Das Sieb wird gereinigt, entschichtet und entfettet.
ToDo: Ergänzen
Info zur Farbe:
Wir verwenden spezielle wasserbasierte Textilfarben für den Druckprozess